Zwar bewerten 85 Prozent etablierte Online-Kanäle positiv, doch nur 50 Prozent sehen Social Media-Kanäle als erfolgreich an. Bei 64 Prozent der Unternehmen sind soziale Medien kein fester Bestandteil der Kommunikations-Strategie, 65 Prozent betreiben kein Social Media-Monitoring. Rund 50 Prozent der Unternehmen betrachten Mobile als einen entscheidenden Erfolgsfaktor der Zukunft, aber nur 36 Prozent sehen Social Media und mobile Kommunikation als integrale Bestandteile der online Kommunikations-Strategie an (plus 5 Prozent gegenüber Vorjahr). Die Studie empfiehlt eine Kundenbedarfsanalyse, darauf aufbauend ein einheitliches Nutzererlebnis im Rahmen einer integrierten Strategie sowie Monitoring und Evaluation zur Bemessungsgrundlage des dazu notwendigen Budgets.
diefirma.de, 24.04.2013: “B2B Online-Monitor 2013: Kennen Sie Ihre Kunden?”
Verdoppelter Umsatz mit Apps 2012
Der Absatz von Programmen für Mobilgeräte boomt wie nie. 2012 hat sich der Umsatz mit Apps in Deutschland mehr als verdoppelt, von 210 Millionen Euro im Vorjahr auf 430 Millionen Euro. Wie der Hightech-Verband BITKOM weiter berichtet, wurden 2012 in Deutschland rund 1,7 Milliarden Apps heruntergeladen. Das bedeutet ein Plus von 80 Prozent gegenüber 2011. Der florierende Handel mit Apps geht auf den Boom bei Smartphones und Tablet Computern zurück. Der Absatz von Smartphones in Deutschland wird 2013 voraussichtlich um 29 Prozent auf 28 Millionen Verkaufseinheiten steigen. Bei den Tablet Computern wird für das laufende Jahr ein Plus von etwa 13,5 Prozent auf rund fünf Millionen Geräte erwartet.
Bitkom.org, 09.05.2013: “Umsatz mit Apps hat sich 2012 mehr als verdoppelt”
Bewegtbild-Werbemarkt beschleunigt sich
In den kommenden beiden Jahren wird die Bedeutung von Bewegtbild als Werbeformat und als professioneller Videoinhalt in der Digitalbranche deutlich zunehmen. Dies geht aus der aktuellen Expertenumfrage „Trend in Prozent“ des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hervor. Nutzergenerierte Videoinhalte sollen dagegen über ihre bislang mittelmäßige Bedeutung nicht hinauskommen. Zur Erfolgsmessung von Bewegtbildwerbung wird nach Einschätzung der Experten der Klick alleine nicht mehr ausreichen. Für die Mehrheit der Befragten zählen Viewtime, Click to play und Visibility zu den idealen Leistungsmerkmalen. Zudem wird die Relevanz von Social Sharing für Bewegtbildinhalte in Zukunft steigen. Die Befragten erwarten, dass der Bewegtbild-Werbemarkt durch Standardisierung und mobile Endgeräte deutlich beschleunigt wird.
bvdw.org, 14.05.2013: „BVDW-Umfrage: Bewegtbild genießt hohen Stellenwert in der digitalen Wirtschaft“
Reorganisation des globalen IT-Netzwerkes gefordert
Der Schweizer Soziologe Dirk Helbing fordert dazu auf, die weltweite IT-Architektur auf Basis der Selbstorganisation neu aufsetzen. Als Grund dafür nennt der Forscher der ETH Zürich in einer neuen Studie einen fehlerhaften Entwurf und Aufbau des heute rund 30 Jahre alten globalen IT-Netzwerkes, das er als „größtes menschliches Artefakt aller Zeiten” bezeichnet. Der Architektur fehlten so genannte „Vorbruchstellen”, die als Unterbrechungen wie elektrische Sicherungen eine Ausbreitung von Problemen verhindern könnten. Daher könne es durch eine zufällige Verbreitung einzelner Ausfälle in einer Art Domino-Effekt zum Kollaps der globalen Netzwerke mit “praktisch unermesslichen Schäden” kommen. Als Beispiel der Selbstorganisation von Systemen führt er Ampeln an, die aufgrund von eigenständigen Messungen des Verkehrsflusses die Koordination benachbarter Kreuzungen steuern. Dafür hat Dirk Helbing zusammen mit einem Kollegen bereits den Funktionsnachweis geliefert.
nature.com, 01.05.2013, Dirk Helbing: “Globally network risks and how to respond”,
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