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Aktuelles.

28.04.2014
DAS BESTE AUS ZWEI WELTEN.
Praktisches Projekt widerlegt die scheinbare Unvereinbarkeit von Scrum und SAP. Die landläufige Meinung bezüglich Scrum und SAP lautet: „Das passt nicht zusammen!“ Wie so oft war ein Kundenprojekt nötig, um das Gegenteil zu beweisen. FORTIS-Mitarbeiter Ali Farhadi räumt mit einem Vorurteil auf.

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„Die Hauptgründe für die Behauptung der Unvereinbarkeit von SAP und Scrum sind Unwissenheit und mangelnde Erfahrung“, resümiert Ali Farhadi, der ein erstes SAP-Scrum-Projekt beim Kunden mittlerweile erfolgreich abgeschlossen hat. Mit „mangelnder Erfahrung“ beschreibt er vor allem nicht definierte Prozesse und Vorgehensweisen im SAP-Umfeld, vor allem in Hinblick auf die Komplexität und Abhängigkeiten von Projektdurchführungen in SAP. Gründliche Abstimmung und Umdenken erforderlich
„Im SAP-System kann nicht ‘auf der grünen Wiese’ gearbeitet werden, weil sich Projekte im SAP-Umfeld nach allen bereits vorhandenen Umständen richten müssen. Anpassungen müssen daher mit verschiedenen Bereichs- und Modulverantwortlichen abgestimmt werden, da sie meist direkte oder indirekte Auswirkungen haben.“, erläutert der FORTIS-Projektmanager.
Anfangs habe noch das Vorurteil geherrscht, dass schnell unvorhergesehene Umstände eintreten könnten, weil „man bei Scrum angeblich einfach mal macht“. Diese Sorgen wurden jedoch schnell widerlegt, indem alle Projektinteressenten und Teilnehmer durch die in Scrum vorgegebenen Abstimmungen und Meetings ständig auf den aktuellen Stand gebracht wurden und im Austausch miteinander waren. Seine Erfahrungen waren durchweg positiv: Fehler wurden frühzeitig erkannt, Reaktionen konnten schnell und ohne großen Mehraufwand erfolgen, die Stakeholder waren von der guten Projektdurchführung positiv überrascht und konnten bereits nach kürzester Zeit ein Teil des fertigen Produktes testen und anwenden. Dies bedeutete einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Vorgehen nach Wasserfall, da die Beteiligten somit auch Erfahrungen für den weiteren Projektverlauf sammeln und Input aus dem täglichen Gebrauch liefern konnten. Allerdings, räumt Ali Farhadi ein, bestanden anfangs doch einige besondere Schwierigkeiten: „In der Anfangsphase des Projektes mussten die meisten Projektteilnehmer umdenken. Zunächst neigten sie dazu, das Vorgehen mit dem klassischen Projektverlauf zu vergleichen, wobei sie an der einen oder anderen Stelle keine Zuordnung finden konnten.“ Vorteile überwiegen bei weitem  Im ersten Sprint jedoch konzentrierte sich das Entwicklungs-Team – wie bei Scrum vorgesehen – nur auf den aktuellen Sprint und die damit verbundenen Anforderungen. Am Ende des Sprints und mit Fertigstellung des ersten Inkrements haben die Anwender festgestellt, dass die gewünschte Anforderung zwar so arbeitet wie gewünscht, aber die Geschwindigkeit der Datenverarbeitung inakzeptabel war. Der Grund dafür lag im Prozess der Datenverarbeitung, der andauernd große Menge an Daten aktualisieren musste. Im zweiten Sprint sah sich das Entwicklungs-Team daher gezwungen, das Grundgerüst des Programms zu überarbeiten und Teile der Entwicklungen aus dem ersten Sprint zurückzubauen. Dabei erwies sich die Schwierigkeit, dass man Gefahr läuft „falsch“ zu entwickeln, wenn nicht alle Themen des Projektes zumindest im Groben bekannt sind. Gleichzeitig zeigte sich aber auch der Vorteil, dass diese Gefahr innerhalb sehr kurzer Zeit festgestellt und behoben werden konnte. Eine Änderung am Ende des Projekts hätte einen viel größeren Mehraufwand bedeutet. „Scrum-Projekte im SAP-Umfeld durchzuführen lohnt sich“, lautet das Fazit von Ali Farhadi. Er würde ebenso wie die Stakeholder eine Wiederholung jederzeit ohne Einschränkung empfehlen. Seiner Erfahrung nach macht Scrum in SAP nicht nur Spaß, sondern es fördert auch die Kommunikation und Zusammenarbeit.