Bitte beachten Sie unsere Datenschutzbedingungen: Wir setzen u.a. Cookies ein, um Ihnen die Nutzung unserer Webseiten zu erleichtern. Mit der weiteren Nutzung unserer Webseiten sind Sie mit dem Einsatz der Cookies und unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Weitere Informationen zu Cookies unserem Datenschutz entnehmen Sie bitte aus unserer Datenschutzerklärung.

OK Datenschutzerklärung

Aktuelles.

06.06.2014
DEN INTERNATIONALEN WETTBEWERB SUCHEN.
„Young Professionals“ sind vor allem auf dem IT-Arbeitsmarkt schwer zu finden. Das belegt eine Studie der Bitkom Research GmbH im Auftrag des Business-Netzwerks LinkedIn. Demnach sehen 63 Prozent der befragten Unternehmen einen Mangel an IT-Nachwuchskräften mit Studienabschluss und ersten Erfahrungen im Berufsleben. Bei Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern sind es fast zwei Drittel. Der Geschäftsleiter von LinkedIn im deutschsprachigen Raum, Till Kaestner, empfiehlt den internationalen Wettbewerb, was für FORTIS nur eingeschränkt gilt.

LinkedIn-Rekrutierungs-Cover

Axel Pols, Geschäftsführer von Bitkom Research, bestätigt, dass es seit Jahren in Deutschland rund 40.000 offene und oft schwer zu besetzende Stellen für IT-Spezialisten quer durch alle Branchen gebe. „Dieser Fachkräftemangel spiegelt sich auch bei der Verfügbarkeit von Young Professionals auf dem Arbeitsmarkt wider", so der Marktforscher. Etwas mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen (54 Prozent) plant gemäß ihrer Personalstrategie in den kommenden zwölf Monaten junge Nachwuchskräfte mit akademischer Bildung einzustellen. Bei Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern sind es sogar 88 Prozent.

LinkedIn-Rekrutierungs-In-Ausland

Nachwuchsrekrutierung im Ausland nimmt zu Die Anzahl der Unternehmen, die angesichts des Mangels auf dem deutschen Arbeitsmarkt Nachwuchs aus dem Ausland anwirbt, ist aber noch gering. Sechs Prozent der Befragten beschäftigen bereits heute ausländische Young Professionals, bei den großen Unternehmen sind es 14 Prozent. Zwölf Prozent planen innerhalb der nächsten zwölf Monate Nachwuchs aus dem Ausland einzustellen. Zwei Drittel der Unternehmen halten Young Professionals mit Qualifikationen im Bereich IT und Telekommunikation im Ausland für besser verfügbar als auf dem heimischen Markt. Bei FORTIS besteht jedoch die wichtige Einschränkung, dass so gut wie alle Mitarbeiter vor Ort beim Kunden tätig sind, daher werden deutsche Muttersprachler deutlich bevorzugt. „Wir haben einige Mitarbeiter mit ausländischen Wurzeln und freuen uns über die kulturelle Bereicherung, die sie in ihre Teams bringen“, erklärt FORTIS HR-Managerin Sylvia Hein: „Für uns ist die Suche im Ausland nach IT-Spezialisten, die fließend deutsch sprechen, nicht erfolgversprechend. Daher setzen wir auf andere Anreize wie unsere Unternehmenskultur mit einer sehr flachen Hierarchie.“ Auch dauert die Suche im Ausland erheblich länger: Bei fast der Hälfte der Unternehmen (46 Prozent) dauert der Einstellungsprozess von ausländischen Nachwuchskräften länger als sechs Monate, während bei neun von zehn inländischen Young Professionals dieser Zeitraum bis zur Einstellung genügt. Ein Viertel der Unternehmen klagt über zu hohe bürokratische Hürden, etwa was das Aufenthalts- und Zuwanderungsrecht angeht. Nach Meinung von Axel Pols habe die Politik zwar wichtige Schritte wie die Blue Card für eine einfachere Zuwanderung auf den Weg gebracht, die Verfahren könnten aber noch einfacher sein.

BITKOM-IT-Expertenlücke

Anreize zur langfristigen Bindung erforderlich Da die IT-Spezialisten sehr begehrt und selten sind, sind sie auch nur schwer zu halten und verweilen in der Regel nur ein bis vier Jahre im Unternehmen. Darin sehen die Studienautoren eine Hauptursache für Änderungen in der Personalstrategie. 69 Prozent der Unternehmen nutzen verstärkt Onlinekanäle, insgesamt sprechen bereits 79 Prozent Nachwuchskräfte gezielt über soziale Netzwerke und Business-Netzwerke an. Bei der Nachwuchssuche im Ausland liegt die Nutzung der digitalen Netzwerke bei 65 Prozent. Dabei bewerten Mittelständler die Nutzung sozialer und Business-Netzwerke sogar als erfolgreicher (63 Prozent) als Großunternehmen (44 Prozent). In diesen Medien können Vorzüge eines Unternehmens wie die kollegiale Arbeitsatmosphäre (95 Prozent), Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten (80 Prozent) aber auch die Qualität des Managements und von Vorgesetzten (76 Prozent) weit besser dargestellt werden.