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Aktuelles.

17.11.2014
PROJEKT AM HERZEN DER SOFTWARE-ENTWICKLUNG.
ITMC-Studenten arbeiten an einer neuen Versionsverwaltung für FORTIS IT. Die FORTIS IT-Services GmbH ist Förderunternehmen des Masterstudiengangs „IT-Management und Consulting“ an der Uni Hamburg und führt in diesem Rahmen auch Projekte für Drittsemester durch, die rund drei Monate dauern. Mitte Oktober haben zwei ITMC-Studenten das Projekt einer neuen Versionsverwaltung für FORTIS IT begonnen, das aus verschiedenen Aspekten heraus besonders interessant ist.

ITMC-Schaubild

Das Projekt umfasst genau 42 Arbeitstage pro Person und wird durch ein Seminar an der Universität begleitet, bei dem die Studentinnen und Studenten über ihre verschiedenen Projekte berichten und neue Anregungen und Impulse erhalten. Bei 2,5 Tagen Arbeitszeit im Unternehmen und unter Berücksichtigung der Weihnachtszeit wird das Projekt am 31. Januar 2015 enden. Das Pflichtmodul innerhalb des Studiengangs wird vervollständigt durch eine wissenschaftliche Arbeit, die als Generalprobe für die Mastersarbeit gelten kann. Ausschreibung im Rahmen der ITMC-Partnerschaft Zwar haben die beiden ITMC-ler bereits in verschiedenen Unternehmen gearbeitet, doch ein solches Projekt konnten sie bisher noch nicht in Angriff nehmen. Die Basisanforderung besteht darin, ein in die Jahre gekommenes Code-Verwaltungssystem auf die Bedarfstruktur anzupassen. Das Besondere an der Aufgabe: Die Neuausrichtung des Systems wird nicht Top-Down vorgegeben, sondern durch den Bedarf der aktuell sechs Businessteams bei FORTIS, der sich unter anderem aus unterschiedlichen Kundenanforderungen und den dabei verwendeten Softwarelösungen ergibt. „In wissenschaftlichen Forschungsgruppen sind agile Herangehensweisen durchaus angekommen. Dennoch wurde an der Universität neugierig zur Kenntnis genommen, dass wir gleichberechtigt mit dem Geschäftsführer und den Stakeholdern sprechen, in anderen Projekten hingen die Entscheidungen wesentlich stärker von den Führungspersonen ab.“, berichtet der eine Student. Seine Kommilitonin, die bereits die Scrum Masters-Prüfung abgelegt hat, ergänzt: „Im wissenschaftlichen Betrieb wird viel unternommen, um agile Elemente einfließen zu lassen. Allerdings sind dies vorgegeben abzulegende Leistungen, die einer kontinuierlichen Arbeitsweise bedürfen. Sonst wäre es schwer Lernerfolge nachprüfbar zu machen, zumindest aus universitärer Sicht.“ Entscheidungsmatrix auf Basis Bedarfsermittlung

FORTIS Disciplina

Bei der Arbeit für FORTIS geht es zuerst darum die Bedarfe der einzelnen Teams kennenzulernen. Das Ziel ist eine Lösung für das Versionsverwaltungssystem zu finden, mit der alle Teams zufrieden sind und die alle gleichermaßen gut und gerne nutzen wollen. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass einzelne Teammitglieder besondere Anforderungen haben. Dann werden mit diesen weitere Einzelgespräche geführt. Bei der Bedarfsermittlung kommt den ITMC-Studenten zu Gute, dass sie bereits einige praktische Erfahrungen aus Unternehmen mitbringen und wissen, wie sich die individuelle und kollaborative Arbeit an Quellcodes gestaltet. Auf Basis der Ist-Analyse sollte eine gewichtete Entscheidungsmatrix entstehen, und nach der möglichen Auswahl eines neuen Systems auch noch eine Schulungs- und Anwendungs-Dokumentation. Doch auch das Vorgehen der Studenten ist gänzlich agil: „Wir gehen von Iteration zu Iteration unserem Ziel entgegen und stehen dabei in regelmäßigem Austausch mit unserem Product Owner“, erklären sie. Diesen Part hat auf Unternehmensseite Scrum-Master Alexander Boehnke als Doppelrolle übernommen, der das Projekt begleitet: „Selbst wenn wir das Projekt heute stoppen würden, hat das Projekt schon jetzt Mehrwert erzielt, ganz im Sinne einer agilen Vorgehensweise!“ Er sieht den Vorteil, dass das Projekt bereits viele Transparenz über die Teamgrenzen hinaus geschaffen hat. Agiles Projektmanagement im praktischen Umfeld Gleichzeitig erkennt er große Lernerfolge bei den Studenten, die viele neue Prozesse kennenlernen, sich mit der agilen Methodik vertraut machen, neue Kenntnisse im agilen Projektmanagement gewinnen und dabei auch effektiv in den Teams für die Mitarbeit am Projekt werben. „Es handelt sich um eine ergebnisoffene Untersuchung“, fasst Alexander Boehnke die Aufgabe zusammen, „Quelltexte zu speichern ist das Herz der Software-Entwicklung, daher beweist das Übertragen dieser Aufgabe an ITMC-Studenten auch einiges Vertrauen.“ Dies wissen die beiden Studenten sehr zu schätzen. „Wir sind schwer beeindruckt von den flachen Hierarchien bei FORTIS und dem Informationsaustausch von außen nach innen“, sind sie sich einig. Neben dem fachlichen Erkenntnisgewinn lernen sie auch eine Menge Neues über den Umgang miteinander kennen: „Wir werden hier auf Augenhöhe wahrgenommen und wie gleichwertige Mitarbeiter behandelt. Das ist nicht selbstverständlich.“ Beeindruckt sind sie auch von der FORTIS-Vorgabe mit der eigenen Arbeit Freude zu erzielen: „Da macht die Arbeit gleich noch mehr Spaß!“