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Aktuelles.

21.03.2017
AGILES MINDSET FüR AGILES HANDELN.

Leadership-Experte Joachim Simon fordert stärkere Änderungsbereitschaft

Angesichts der zunehmenden Zahl agil arbeitender Unternehmen hält Führungskräfteentwickler Joachim Simon eine massive Veränderung der gesamten Unternehmensstruktur für erforderlich. Zudem kritisiert er einen Großteil der heutigen Business Schools, die mehrheitlich noch immer vor allem an klassischen Management- und Führungsmethoden festhalten.

Im Beitrag auf presse-service.de erläutert er seine Auffassung von agilem Arbeiten, wonach „starre Strukturen und Hierarchien einem Teamgedanken weichen und die Kommunikationswege viele Richtungen statt nur einer kennen.“ Allerdings erfordere Agilität in Unternehmen mehr als nur neue Kommunikationswege:

„Sie erfordert vielmehr eine massive Veränderung des kompletten Denkens und Handelns – der Führungskräfte, der Mitarbeiter und des agilen Systems an sich.“

Die von Schulen und Universitäten gelehrten Methoden weichen seiner Auffassung zufolge immer mehr agilen Management- und Führungsmethoden. Die Zukunft aber gehöre

„dem agilen Mindset, Menschen, die weitgehend selbstverantwortlich, selbstständig und im Interesse des Teams interagieren und dabei ihr eigenes Ego gewinnbringend einsetzen.“

Agiles Arbeiten hat sich als Trend seit vielen Jahren etabliert, verstärkt durch digitale Revolution, die aufkommende Industrie 4.0 sowie die dezentrale Steuerung von global operierenden Unternehmenseinheiten. Dies beinhaltet mehrere äußerliche Unterschiede, unter anderem, dass Mitarbeiter nicht mehr im Büro, sondern zu Hause oder in der Strandbar sitzen und dass Teams nicht mehr zwingend physisch an einem Ort konzentriert sein müssen.

Zwar habe sich auch die Lehre schon an agile Methoden angenähert beziehungsweise angepasst, doch nach Meinung von Joachim Simon bei weitem noch nicht genug:

„Menschen müssen sich immer mehr selbst führen und Eigenverantwortung für ihre Performance sowie ihre Ergebnisse übernehmen. Selbständigkeit wird immer mehr gefragt. Und Selbständigkeit ist allzu oft das Gegenteil von Führung oder geführt werden. Zum agilen Mindset gehört die eigene Persönlichkeitsentwicklung.“

Der Führungskräfte-Trainer sieht vier Trends, die die Notwendigkeit eines agilen Mindsets beschleunigen.

  1. Unternehmen werden immer selbstorganisierter und streben danach, Entscheidungen auf mehr Schultern abzustützen. Dies kommt überlasteten Führungskräften entgegen, indem dadurch Entscheidungsengpässe vermieden werden.
  2. Unternehmen haben eine gesellschaftliche Verantwortung, Profite werden zukünftig kein Selbstzweck mehr sein. Mitarbeiter werden Teil dieser gesellschaftlichen Verantwortung werden und entsprechend handeln.
  3. Neue sich etablierende Arbeitsformen werden die Trennung von Berufs- und Privatleben fast vollständig auflösen. Zukünftig wird der Mitarbeiter selbst entscheiden können und müssen, wie er seinen Ausgleich zwischen Job und Familie schafft.
  4. Die Wirtschaft wird immer dezentraler und vernetzter. Netzwerke, Projektteams und Wissenszirkel werden wichtiger. Geschwindigkeit schlägt Größe. Ergebnisse werden kollektiver, die Kommunikation untereinander deswegen wichtiger.

Joachim Simon sieht bei jedem einzelnen dieser Trends eine Notwendigkeit zur Veränderung. Da sie aber parallel zueinander stattfinden, je nach Unternehmen in unterschiedlicher Ausprägung und Geschwindigkeit, wird diese Veränderungsbereitschaft noch weitaus dringlicher und komplexer. Er formuliert:

„Das agile Mindset fordert eine Selbstführung, die sich integriert, ohne sich unterzuordnen. Auch werden die neuen Manager der Generation Y die alten, heute noch oft gelebten Hierarchien nicht mehr akzeptieren. Individuelle Potenziale für das gemeinsame Ziel einzusetzen, wird auch für Führungskräfte zur Selbstverständlichkeit werden und die egogeleiteten Interessen Einzelner ersetzen.“

Seiner Auffassung nach werden die eigene Persönlichkeit, die Themen Selbstführung, „Egoleading“ und verantwortliches Handeln weiter an Bedeutung gewinnen. Daher ruft er Führungskräfte dazu auf, ihre Identität als Führungskraft als „persönliche Leadership-ID“ zu entwickeln. Darauf sollten sich auch die Studiengänge der Business-Schools und Universitäten einstellen.