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Aktuelles.

19.05.2017
NUR JEDER ACHTE ABSOLVENT ZEIGT VERANTWORTUNG.

 

Neue Kienbaum-Studie nimmt Abschied von „der Generation Y“ – Vier Charaktertypen

 

Das Kienbaum-Institut hat die Generation der zwischen 1980 und 1995 Geborenen in Hinblick auf ihre Einstellung zum Arbeitsmarkt untersucht. Laut cio.de nennen nur 13 Prozent der Befragten Verantwortung als wichtigen Wert an. Jeder Zweite wünscht sich einen Arbeitgeber nah am Wohnort. Die Studie nennt sechs Punkte, die Unternehmen beachten sollten.

Die erste Erkenntnis von Kienbaum lautet: „Die Generation Y“ gibt es nicht. Die Autoren charakterisieren in der Studie „Arbeitest Du noch oder lebst Du schon“ vier verschiedene Gruppen. Sie nennen sie die „Ambitionierten“ (33 Prozent, Motto: „Ich kann alles schaffen“), die „Karriereorientierten“ (29 Prozent, zielt auf Position und Bezahlung ab), die „Erlebnisorientierten“ (24 Prozent, Vorrang für Freunde und Familie) und die „Orientierungssuchenden" (13 Prozent, ohne klare Prioritäten und Motivation).

Übergreifend ergeben sich interessante Aussagen zu Werten und Zielen der insgesamt 270 befragten Absolventen: Demnach stehen für 81 Prozent Familie und Freunde an erster Stelle. Mit großem Abstand auf Rang zwei Erfolg und Karriere (54 Prozent), gefolgt von Gesundheit (47 Prozent) und Selbstverwirklichung (19 Prozent). Der Punkt Verantwortung erhielt nur 13 Prozent der Stimmen, ökologische Nachhaltigkeit und soziales Engagement liegen abgeschlagen bei nur rund fünf Prozent.

Weitere Ergebnisse: Jeder zweite Befragte möchte am liebsten in einer Firma nah am Wohnort arbeiten. 33 Prozent der Absolventen wünschen sich eine Tätigkeit in einem Konzern, 22 Prozent im Mittelstand. Nur sechs Prozent wollen in ein Startup, zwei Prozent in ein kleines Unternehmen. Ein idealer Arbeitgeber soll vor allem eine kollegiale Atmosphäre bieten (62 Prozent) sowie eine gute Work-Life-Balance (59 Prozent) und gute Karrierechancen (57 Prozent). Dahinter rangieren Weiterbildungsangebote (45 Prozent) und die Bezahlung (39 Prozent).  

Als Informationsquellen dienen vor allem die Websites potenzieller Arbeitgeber, die sich 94 Prozent ansehen, gefolgt von Hochschul-Bewerbermessen, Netzwerken wie XING und LinkedIn und Jobbörsen wie Stepstone oder Monster, die jeweils auf 53 Prozent kommen. 48 Prozent wenden sich an Freunde oder Bekannte, die in dem Unternehmen arbeiten, und 42 Prozent suchen über Google.

Kienbaum leitet aus der Studie sechs Implikationen für Unternehmen ab. Diese umfassen 1. eine visuell und intuitiv aufgebaute Website, 2. gemeinsame Veranstaltungen, Sportprogramme und Weiterbildungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Training und Coaching sprechen junge Mitarbeiter besonders positiv an, 3. das Einführen flexibler Arbeitsformen bezüglich Arbeitszeit und -platz, 4. den Ausbau von Marketingaktivitäten wie zum Beispiel eines Career Days, 5. Angebote zur Kinder- oder Familienbetreuung sowie zur betrieblichen Alters- und Gesundheitsvorsorge kommen gut an, und 6. heterogene Generationenkonzepte sollten die Ziele, Werte und Lebensstile aller Mitarbeitenden ansprechen.