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Aktuelles.

25.07.2017
BRANCHENMELDUNGEN JULI 2017.

Der Weg ist das Ziel

Im Manager-Magazin online zieht Andreas Seitz in einem Gastkommentar über den „Agilitätswahn“ her:

„Alles wird agilisiert, bis zur Verzerrung. Fast verzweifelt erzählen Konzernmenschen vom Agilitätsmantra ihrer Chefs, deren eigene Agilität sich aber zumeist auf Auftritte in Jeans und Turnschuhen beschränkt.“

Nach fulminanter Einleitung schränkt der Coach und Geschäftsführer einer Beratungsgesellschaft jedoch ein:

„Bitte nicht falsch verstehen: Das sind durchaus moderne und wirksame Methoden. Nur springen sie zu kurz, wenn sich die Haltung der Menschen dahinter nicht verändert.“

Wirkliche Agilität hingegen brauche vor allem „die radikale Bereitschaft von Menschen mit Führungsverantwortung selbst agil zu werden“. Anstatt „sich hastig selbst den Agilitätsstempel aufzudrücken“ werde Zeit benötigt, um sich auf einen Prozess einzulassen. Er plädiert dazu hinter pseudoinnovative Buzzwords zu blicken und bezeichnet als wahre Agilität den „Wunsch nach einer lebendigen, pulsierenden Zusammenarbeit, die uns zu Schnellbooten macht statt zu trägen Tankern“.

Alle oder keiner

Auf t3n.de erkundet Redakteurin Andrea Vollmer, warum Agilität in Unternehmen keine Lobby hat. Bereits eingangs nimmt sie vorweg: „Die Gründe liegen vor allem in tradierter Führung und schlichter Unkenntnis.“ Nach einer Einführung, warum Agilität als Mittel der Wahl sehr geeignet erscheint, um auf die disruptiven Veränderungen in vielen Branchen zu reagieren, geht sie auf eine Onlineumfrage von Haufe in Kooperation mit TNS Infratest ein, unter rund 400 Führungskräften und 800 Angestellten deutscher Unternehmen. Demnach setzt ein Großteil der Befragten Agilität im Unternehmensalltag mit flexiblen Arbeitsmodellen gleich. Als nächstwichtigster Aspekt gelebter Agilität wird die Einbindung der Mitarbeiter in Unternehmensentscheidungen genannt. Agile Hard Facts wie autonome Projektteams und agile Methoden kamen jedoch erst am Ende des Agilitätsrankings auf. Unter der Zwischenüberschrift „Alle oder keiner“ thematisiert sie das vorprogrammierte Scheitern eines Gewaltakts „Agilität sofort und bereichsübergreifend im kompletten Unternehmen ausrollen zu wollen“.

Trau, schau, wem

Deutsche Verbraucher vertrauen laut futurezone.de zu großen Teilen künstlicher Intelligenz nicht. Das ergab eine Studie von Bitkom Research im Auftrag des IT-Dienstleisters VMware. Demnach gehen sieben von zehn Verbrauchern davon aus, dass vollautomatische Dienstleistungen die Sicherheit ihrer persönlichen Daten gefährden. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) betrachten auch Chatbots, Programme für automatisierte Kommunikation, als ein Sicherheitsrisiko. Dennoch sehen zwei Drittel Vorteile in voll automatisierten Dienstleistungen. VMWare-Chef Pat Gelsinger warnte vor negativen Auswirkungen auf die Industrie. In Bezug auf digitale Transformation sei man hierzulande sehr konservativ eingestellt, deshalb würden einige technische Innovationen erst mit viel Verzögerung genutzt.

Der letzte löscht das Licht

Deutsche Start-ups sind akut vom Fachkräftemangel betroffen. Vor allem IT-Jobs sind einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zufolge schwer zu besetzen. Demnach hat mehr als jedes zweite Start-up (53 Prozent) angegeben, dass bereits mindestens einmal eine Position nicht besetzt werden konnte, weil sich kein qualifizierter Bewerber gefunden hat. Rund zwei Drittel der mehr als 250 befragten Start-up-Gründer bezeichneten es als besonders schwer, qualifizierte IT-Experten einzustellen. Bitkom-Präsident Achim Berg sagte:

„Wir sehen seit Jahren in der deutschen Wirtschaft einen gravierenden Fachkräftemangel, vor allem mit Blick auf IT-Experten.“

In Hinblick auf die IT-Positionen sind bei den Start-ups vor allem Entwickler Mangelware. Weiter wurde ein Mangel an  Big-Data- und Data-Science-Experten sowie an Fachleuten für Künstliche Intelligenz und Machine Learning festgestellt.