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Aktuelles.

23.10.2017
BRANCHENMELDUNGEN OKTOBER 2017.

Anleitung zur Digitalisierung im Kleinen

Auf capital.de beschreibt Katja Nettesheim, Gründerin und Geschäftsführerin der Unternehmensberatung Mediate und Professorin für digitales Medienmanagement an der Steinbeis Hochschule Berlin, wie sich die Digitalisierung auch in der Abteilung vorantreiben lasse. 

Wenn die Vorstandsbeschlüsse fehlten, ließen sich auch ohne großes Budget folgende drei Schritte umsetzen: 1. Kundenzentrisches Arbeiten. Diese Perspektive, häufig als eigentlicher Disruptor von Industrien bezeichnet, sei mit den Mitteln der Digitalisierung auch ohne genuin digitales Geschäft leicht einzunehmen. Dazu rät sie zu einer heterogenen und interdisziplinären Projektgruppe, die eine kundenzentrierte Lösung in einem Design Thinking-Prozess erarbeitet. 2. Sich an die eigene Nase fassen. Mangelnde Digitalaffinität dürfe nicht beklagt werden, wenn das eigene Verhalten noch alten, oft ineffizienten analogen Gewohnheiten verhaftet sei. Und 3. Freiräume der Digitalen Transformation widmen. Ein Budget für Fortbildungen sollte demnach nur noch für digitalisierungsrelevante Themen eingesetzt werden.

Gründe für das Scheitern von Digitalisierungs-Projekten

Abgebrochene und gescheiterte Digitalisierungsprojekte verursachen Kosten von jeweils einer halben bis eine Million Euro. Das ergibt eine internationale Fujitsu-Studie über die Karin Zühlke auf elektroniknet.de schreibt. Als transformationskritische Elemente werden Mitarbeiter, Initiative, Kollaboration und Technologie genannt. 7 von 10 Befragten sehen klare Defizite bei den digitalen Kompetenzen ihrer Mitarbeiter, 9 von 10 möchten die digitale Expertise in der Belegschaft erhöhen. Hinsichtlich der Initiative halten drei von vier Befragten fest, dass einzelne Projekte nicht immer im Einklang mit ihrer Business-Strategie stehen. Kollaboration und Technologie sind weniger häufig Grund für das Scheitern eines Projekts. 84 Prozent der Unternehmen glauben, dass ihre Kunden von ihnen einen höheren Digitalisierungsgrad erwarten. 71 Prozent sind überzeugt, dass sie deshalb hinter den Wettbewerb zurückfallen.

Digitale Vorreiter und Nachzügler im Mittelstand

Stefan Adelmann bespricht auf funkschau.de eine zusammen mit dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) durchgeführte Umfrage zum Stand der Digitalisierung im Mittelstand. Dazu wurden mehr als 420 deutschen Mittelstandsentscheider aus den unterschiedlichsten Branchen befragt. Weniger als die Hälfte der Befragten (45,5 Prozent) bewertet die Digitalisierung der Prozesse als entscheidenden Faktor für den eigenen Erfolg, rund 22 Prozent können den Einfluss auf den Betrieb noch nicht bemessen. Nur 4,5 Prozent gehen davon aus, dass sie keinen Einfluss auf ihr Geschäft haben werde. In Hinblick auf die Höhe der Investitionen wollen künftig 13 Prozent der Befragten mehr als zehn Prozent des Umsatzes für Digitalprojekte ausgeben (aktuell 11 Prozent). Rund 21 Prozent wollen zwischen fünf und zehn Prozent des Umsatzes investieren (aktuell 15 Prozent). Die Gruppe derjenigen Unternehmer, die nur zwei Prozent oder weniger einsetzen wollen, sinkt demnach von aktuell 22 auf künftig nur noch 17 Prozent. Zum Graben zwischen Vorreitern und Nachzüglern schreibt der Autor:

"Während die einen Teilnehmer ein schnelleres Entwicklungstempo in Deutschland fordern, um international nicht den Anschluss zu verlieren, hinterfragen einige Unternehmen den Nutzern der Digitalisierung gänzlich oder kämpfen mit der zunehmenden Komplexität der technologischen Welt."

Erster Masterstudiengang zu Digitalisierung

Als erste deutsche Universität führt die Universität Potsdam einen Masterstudiengang Digitale Transformation mit 20 Plätzen ein. Darüber berichtet buchreport.de im Interview mit Prof. Dr. Key Pousttchi, der den neuen Studiengang federführend konzipiert hat. Zukünftige CDO und CEO werden mit einer Kombination aus Forschungsorientierung, flexibler Schwerpunktsetzung und Interdisziplinarität für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft ausgebildet. Der neue Masterstudiengang umfasst die Pflichtfächer Anwendungsentwicklung mit dem Schwerpunkt Industrie 4.0, Mobile & Digital Business sowie Social Media Research. Prof. Dr. Key Pousttchi beschreibt den Studiengang als sehr anspruchsvoll, für den überdurchschnittliches Engagement nötig ist:

„Wer die Digitale Transformation verstehen und gestalten will, muss vor allem die komplexen wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen Technik, Wirtschaft und Gesellschaft beherrschen lernen.“