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Aktuelles.

20.11.2017
MEHR FRAUEN IN DIE IT BRINGEN.

Positives Beispiel von der Universität Potsdam

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes studieren in der reinen Informatik aktuell nur etwa 18 Prozent Frauen. Vor diesem Hintergrund schreibt Moritz Baumann auf dem Journalismus-Portal bento.de von einem Paradebeispiel, wie es Key Pousttchi, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik und Digitalisierung an der Uni Potsdam, geschafft hat die Frauenquote zu erhöhen.

Seit dem laufenden Wintersemester bietet die Uni neu den Master-Studiengang „Wirtschaftsinformatik und Digitale Transformation" an. Pousttchi wird zitiert, dass Frauen oft die besseren Studierenden seien, da sie häufig ernsthafter und disziplinierter arbeiteten. Daher bezeichnet er die niedrige Frauenquote in Technik- und Informatikstudiengängen als verschenktes Potenzial.

Doch Technik und Informatik werden noch immer von Männern dominiert, Frauen sind in entsprechenden Studiengängen an deutschen Unis unterrepräsentiert. Dem Team in Potsdam ist es nun jedoch gelungen, dass sich für das Wintersemester 41 Prozent Frauen auf den neuen Studiengang beworben haben. Zunächst kontaktierte es Journalisten und Politiker, bis hin zu verschiedenen Bundesministerien mit der Frage, ob sie den Studiengang in sozialen Netzwerken teilen  könnten.

Key Pousttchi war laut Beitrag auf bento.de beinahe frustriert, dass die Meinungsbildner die Chance nicht nutzten, mehr Frauen in die Informatik zu bringen. Stattdessen wurde die Beschreibung des Studiengangs in Studierenden-Gruppen sozialer Netzwerke veröffentlicht – mit Erfolg.

Moritz Baumann hat zwei Bewerberinnen nach ihrer Motivation gefragt, sich auf den Studiengang zu bewerben, der die Auswirkungen von Technik auf Wirtschaft und Gesellschaft untersucht. Dazu wird Wirtschaftsinformatik mit Verwaltungswissenschaft und Betriebswirtschaftslehre verbunden. Beide sagten, „sie wollten verstehen, wie Menschen und Maschinen künftig zusammenwirken“.

Vanessa Weber gab an, dass sie zum Teil für ihre Entscheidung belächelt wurde, auch ihre Eltern seien überrascht gewesen. Clementine Bertheau berichtet davon, dass ihr Freundeskreis mit ihrer Entscheidung sehr offen umgegangen sei. Sie bedauert, dass an Schulen und Hochschulen immer noch nicht genug um Frauen in MINT-Fächern geworben werde. Vanessa Weber erklärt, dass Frauen Mut benötigten, diesen Weg einzuschlagen, doch die beruflichen Perspektiven in diesem Bereich seien ausgezeichnet.

Abschließend zitiert Moritz Baumann Ursula Köhler, Sprecherin der Fachgruppe „Frauen und Informatik“ der Gesellschaft für Informatik. Ihr zufolge ist die Hemmschwelle, sich bei Studiengängen einzuschreiben, die zum ersten Mal angeboten werden, wesentlich niedriger als bei etablierten, männerdominierten Studiengängen. Zudem betrieben Lehrstühle bei neuen Studiengängen mehr Öffentlichkeitsarbeit, auch um Frauen zu gewinnen. Doch es sei an der Zeit, das Bild der Informatik zu ändern. Sie umfasse wesentlich mehr als nur das Schreiben von Programmen. Dann würden hoffentlich auch mehr Frauen den Mut fassen, diese bisher männerdominierten Studiengänge zu belegen.