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Aktuelles.

19.02.2018
BRANCHENMELDUNGEN FEBRUAR 2018.

Nachholbedarf bei deutschem Arbeitsmanagement

Deutschland liegt bei digitaler Arbeit hinter England und Frankreich zurück. Das ist das Hauptergebnis des vergleichenden Digital Work Reports 2018 des Software-Unternehmens Wrike. Demnach verpasse Deutschland die Weichenstellung zu einem besseren Arbeitsmanagement. Rund 3.000 Wissensarbeiter aus den drei Ländern wurden befragt. Zwar schätzen sich Deutsche demnach im Vergleich am produktivsten ein. Auch ist die Bereitschaft zur Verbesserung in Deutschland am stärksten ausgeprägt. Doch bei der Frage zum Einfluss von sieben Prinzipien auf den Arbeitsalltag im Team erwies sich Deutschland als Schlusslicht.  Automatisierung, Single Source of Truth, die Vorhersehbarkeit von Arbeitsergebnissen, Agilität, Zusammenarbeit, Analytik und Überblick sowie die Unternehmenskultur: viele dieser erfolgskritischen Aspekte werden in deutschen Arbeitsgruppen kaum oder gar nicht abgebildet. Lediglich in der Zusammenarbeit geben sich die Deutschen etwas bessere Bewertungen als die Briten und Franzosen.

Agilität wird als existenziell erachtet

Der Vizepräsident Corporate Marketing von Ricoh Europe, Javier Diez-Aguirre, bezeichnet Agilität gerade für kleine und mittlere Unternehmen als existenziell, um neue Möglichkeiten frühzeitig zu erkennen und schneller und intelligenter als Wettbewerber zu arbeiten. Andernfalls könnten sie bald feststellen, dass sie vor dem Aus stehen, während sich der Markt ohne sie weiterentwickelt, erklärte er laut it-zoom.de zur Veröffentlichung der Unternehmens-Studie „Empowering Digital Workplace“. Die Führungskräfte des europäischen Mittelstands sehen der Studie zufolge die oberste Priorität darin, sich 2018 noch aktiver auf die unternehmerische Agilität zu konzentrieren, diese weiter zu verbessern und daher in neue Technologien und in die Digitalisierung ihrer Arbeitsplätze zu investieren. 52 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ohne Investition in smarte Arbeitsplatztechnologien innerhalb von fünf Jahren scheitern würden. Automatisierung (72 Prozent), Datenanalyse (64 Prozent), Dokumentenmanagement (62 Prozent) und Videokonferenzen (56 Prozent) sollen demnach den stärksten positiven Einfluss auf die Unternehmen haben.

Agiles Arbeiten bei Daimler

Die IG Metall berichtet über die Einführung agiler Arbeitsmethoden bei Daimler. Betriebsrat Bernd Öhrler wird zitiert, wonach das Unternehmen „an Grenzen gestoßen“ sei, ohne Vorwissen, was auf es zukommt. Seit der Gesamtbetriebsvereinbarung im April 2017 sei die Umsetzung jedoch gelungen. Darin wurde bereits festgelegt, was unter agilem Arbeiten zu verstehen sei, wonach ein Projekt oder ein Produkt in kleinen Schritten von sich selbst organisierenden, aus unterschiedlichen Bereichen zusammengesetzten Teams entwickelt wird. Diese werden hier „Schwarmzellen“ genannt, jeweils begleitet von agilen Coaches. Wer sich bei Daimler bei dieser Arbeitsform nicht wohlfühlt, wird nicht dazu gezwungen. Wer daran mitarbeitet, wird qualifiziert. Als treibende Kraft der dazu nötigen Regelungen wird der Gesamtbetriebsrat genannt.

Digitalisierungsmonitor konstatiert langsamen Fortschritt

Trotz der Einsicht, dass an der Digitalisierung kein Weg vorbeiführt, geht es bei Unternehmen und im öffentlichen Sektor oft nur langsam voran. Digitalisierungsziele und -strategien sind nur selten vollständig definiert. Das ist das Ergebnis des zweiten Bearing-Point-Digitalisierungsmonitors unter dem Titel „Roboter, Rebellen und Relikte. Überkommene Strukturen behindern die Digitale Transformation“. Mittelständische Firmen betrachten Digitalisierung demnach weiterhin vorrangig als eine Technologie-Angelegenheit. Dagegen nähmen größere Unternehmen inzwischen verstärkt neue Geschäftsmodelle in den Blick. Dabei setzt sich laut Beitrag auf springerprofessional.de die Erkenntnis durch, dass Unternehmenskultur, Organisationsstruktur und die individuellen Einstellungen der Entscheider und Mitarbeiter erfolgsentscheidend für die digitale Transformation sind. Insgesamt wurden 310 Mitarbeitende aus Unternehmen und Behörden im deutschsprachigen Raum befragt und 17 Tiefeninterviews durchgeführt.