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Aktuelles.

20.03.2018
BRANCHENMELDUNGEN MäRZ 2018.

Starke Fachanwender führen zu Agilität

Auf silicon.de schreibt Erica Langhi, Senior Solution Architect bei Red Hat, über die erfolgskritische Rolle von Fachanwendern für die Umsetzung agiler Geschäftsprozesse.

Wenn neue Technologien nicht nur IT-Teams, sondern alle Mitarbeitende unterstützen soll, stünden die Fachbereiche und die Fachanwender an vorderster Front des Unternehmens. Sie seien es, die die Kundenbedürfnisse kennen und eine entscheidende Rolle bei der Definition neuer Initiativen für die Business-Optimierung spielen. Daher benötigten sie Zugriff auf Daten und Systeme, um ihren Job besser erledigen zu können. Bei der Umsetzung plädiert sie für SaaS-Lösungen (Software-as-a-Service), die die Barrieren für die Einführung und die Konzeption neuer Applikationen senken und offenen APIs den Weg für eine verbesserte Kollaboration ebnen könnten.

Fachkräftemangel bremst die Digitalisierung

Jedes fünfte deutsches Unternehmen findet nicht genug Personal, um die Digitalisierung auszubauen, daher werde nicht oder zu wenig dafür investiert. Das ist laut elektroniknet.de das Hauptergebnis einer Befragung von 2.000 Mittelständlern im Auftrag des Beratungsunternehmens Ernst & Young. Der Fachkräftemangel ist der am häufigsten genannte Grund vor fehlendem eigenen Know-how und fehlenden finanziellen Mitteln. Ernst & Young befürchtet, dass dadurch vor allem kleinere Firmen in eine Abwärtsspirale geraten könnten. Ihnen fehle oft das Geld, um Produktion oder Vertrieb zu digitalisieren, zudem hätten sie es noch schwerer, auf einem leer gefegten Arbeitsmarkt die dafür benötigten Fachleute zu finden. Befragt wurden Unternehmen mit einer Mitarbeiterzahl zwischen 30 und 2000 sowie einem Umsatz zwischen 20 Millionen und einer Milliarde Euro. Etwa drei Viertel aller Befragten sehen die Digitalisierung grundsätzlich als Chance für sich. Sie wird als umso bedeutender bewertet, je größer die Unternehmen sind und je stärker sie auf Wachstum ausgerichtet sind.

Digitale Transformation sollte Evolution heißen

Der Begriff der digitalen Transformation sei falsch, dabei handle es sich um eine digitale Evolution. Diesen Standpunkt hat René Büst, Director of Technology Research bei Arago, Mitte März beim 5. Cloud Use Cases Day an der FH Nordwestschweiz in Olten vertreten. Er führte laut it-markt.ch an, dass es schon seit 50 Jahren eine digitale Realität gibt und verdeutlichte seinen Standpunkt am Beispiel der Küchenmaschine Thermomix des deutschen Herstellers Vorwerk. Die Modellreihe ist seit den frühen 1970er Jahren auf dem Markt und wurde mit jeder Iteration digitaler. Mit der aktuellen Generation haben Nutzende Zugriff auf einen Onlinekatalog mit Rezepten. Über eine Partnerschaft mit Rewe können die Zutaten auch gleich bestellt werden. Digitalisierung bedeute für ihn immer weiter fortschreitende End-to-End-Angebote. Als weiteres Beispiel nannte er Amazon. Das Unternehmen habe die 100-prozentige Kontrolle über die digitale Wertschöpfungskette. Vielleicht stiegen sie irgendwann auch in das Geschäft mit Datenleitungen ein, spekulierte René Büst.

Neue Zürcher Zeitung mit Special zu Agilität

Mitte März hat sich die Neue Zürcher Zeitung in einem Special dem Thema Agilität gewidmet. Ein Beitrag erläutert anhand der Firmenbeispiele Bosch und Dätwyler, was Agilität bedeutet, bzw. warum der schnelle Technologiewandel den Konzernen keine andere Wahl lässt, als den Mitarbeitenden mehr Kompetenzen einzuräumen. Ein zweiter Beitrag erklärt, warum agile Unternehmen am Markt erfolgreicher sind, und wie sie die Herausforderung meistern infolge rascher Marktveränderungen anpassungsfähig zu bleiben. Dabei bezieht er sich auf eine Studie der Boston Consulting Group aus dem Vorjahr. Im Kommentar resümiert Dominik Feldges: „Agilität gilt als Zauberwort. Doch für viele Chefs ist sie eine Zumutung“. Der Handlungsdruck und das Einräumen eines hohen Grades an Autonomie würden viele Führungspersönlichkeiten überfordern, denn das würde auch bedeuten, „ständig dazu bereit zu sein, sich Ideen von Untergebenen anzuhören, so ausgefallen diese auch sein mögen“.