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Aktuelles.

24.05.2018
BRANCHENMELDUNGEN MAI 2018.

Agilität noch nicht im Alltag angekommen

Bereits die Hälfte der deutschsprachigen Unternehmen (51 Prozent) bezeichnet die Bedeutung einer agilen Organisation als groß oder sehr groß. Das ist ein Ergebnis des HR Reports 2018 des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE), über den Frank Schabel auf comupterworld.ch berichtet. Die Bedeutung des Themas in drei Jahren wird sogar von 69 Prozent der Befragten erkannt. Ein weiteres Ergebnis: Obwohl ein umfangreiches Set agiler Methoden zur Verfügung stehe, seien sie im Alltag vieler Organisationen noch kaum angekommen. Als die drei wichtigsten Methoden wurden Design Thinking (30 %), Innovationslabore (26 %) und Lean Startup (22 %) bezeichnet. Wo die Linienorganisation und agile Organisationsformen nebeneinander im Unternehmen implementiert seien, komme es an der Schnittstelle immer wieder zu Problemen bei der Abgrenzung. In der empirischen Studie wurden mehr als 1.000 Unternehmen und Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz danach befragt, wo sie sich auf dem Weg zu einer agilen Organisation befinden.

Agiles Arbeiten, einfach erklärt

Auf digitaler-mittelstand.de behandelt Dagmar Sörensen das Thema Agiles Arbeiten. Sie behauptet eingangs, dass es für ein Unternehmen mehr Effizienz und Reaktionsfähigkeit bei Veränderungen bedeute. Anschließend führt sie in sieben Schritten in die Besonderheiten des agilen Arbeitens ein. Gegenüber einer behäbigen oder trägen Organisationsstruktur charakterisiert sie es als „leichtfüßig, flexibel, dynamisch und nur mit dem absolut notwendigen Maß an Bürokratie“. Weitere wichtige Eckpunkte: Agile Unternehmen teilten Verantwortung zwischen Management und Arbeitsteams auf. Dabei seien Human Ressources und Management gefragt, um Eigenverantwortung einzufordern und Teambuilding-Prozesse professionell begleiten zu lassen. Weiter gibt sie Tipps zur konkreten Umsetzung, in Projektgruppen, mit agilen Frameworks.

Zielvereinbarungen, neu gedacht

Auf cio.de erläutert Ivan Kovynyov, warum Management by Objectives (MBO) im Zeitalter agiler Führung unzeitgemäß erscheint. Wie bei allen guten Vorsätzen für das Neue Jahr glaube niemand wirklich an vereinbarte Jahresziele. Infolge der heutigen Dynamik der Märkte seien die Ziele bezogen auf Bereiche, Abteilungen, Gruppen und Mitarbeitende nie aktuell. Er vergleicht  MBO mit dem Availability Bias, den Rolf Dobelli im Buch „Die Kunst des klaren Denkens“ beschreibt: Menschen würden lieber mit einem falschen Stadtplan herumlaufen als mit gar keinem. Stattdessen plädiert der Autor für die modernere Variante von Objectives and Key Results (OKR), wobei die Ziele mit Kennzahlen messbar gemacht und häufiger abgeglichen werden. Dabei sei auch das Erreichen von 60 bis 70 des Ziels völlig ausreichend. OKR sei jedoch nicht als individuelle Leistungsbeurteilung zu verstehen.

Agiles Coaching, mit Empathie und Distanz

Auf heise.de bespricht Michael Müller das Buch „Agiles Coaching – Die neue Art Teams zum Erfolg zu führen“ von Judith Andresen. Coaching wird zunächst vom Training abgegrenzt, wobei es mehr um das Erlernen und Anwenden bestimmter Fertigkeiten gehe. Ein Coach hingegen stelle passende Fragen und eröffne Lösungsräume. Daher sei jedem Coachingauftrag eine genaue Klärung der Aufgabenstellung voranzustellen. Diese sei im Verlauf dauernd zu überprüfen und nachzujustieren. Der Wechsel in eine Beraterrolle, sofern erforderlich, und wieder zurück, müsse jeweils klar verdeutlicht werden. Nach Annahme eines Auftrags solle der Coach eine klare empathische, aber auch distanzierte Haltung wahren. Zudem müsse er genau beobachten, passende Schlüsse ziehen und einen Lösungsraum öffnen, ohne jedoch eine Lösung vorzugeben. Der Auto beschreibt den Schreibstil als nicht mitreißend, Lesende würden jedoch „mit einem ordentlichen Informationsgewinn belohnt“. Das Buch ist 2018 im Verlag Hanser erschienen, hat einen Umfang von XVII und 389 Seiten und kostet 32 Euro (ISBN 978-3-446-45168-1).