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Aktuelles.

20.07.2018
GROßUNTERNEHMEN WIEGEN SICH IN FALSCHER SICHERHEIT.

Sechs von zehn deutsche Großunternehmen planen für die kommenden drei Jahre keine weitere Digitalisierungsmaßnahme, auch neue Geschäftsmodelle stehen nicht im Fokus.

Das ergibt die Studie Digitale Transformation 2018 des Marktforschers Gfk im Auftrag des Beraters Etventure. Christiane Pütter behauptet auf computerwoche.de zusammenfassend, dass sich deutsche Entscheider sich in falscher Sicherheit wiegten, was die Digitalisierung betrifft.

Allerdings seien die Einschätzungen der rund 2.000 befragten Großunternehmen inkonsistent. Zwar bezeichnen gut sechs von zehn befragten Entscheidern (62 Prozent) die digitale Transformation als eines ihrer drei wichtigsten Firmenziele. Auch ernannten 68 Prozent das Thema zur Chefsache. 17 Prozent haben dafür eine Stabsstelle für Digital-Themen eingerichtet, 15 Prozent die Position eines Chief Digital Officer (CDO).

Gleichzeitig gehen jedoch 59 Prozent davon aus, dass sie die kommenden drei Jahre ohne jegliche Digitalisierungs-Maßnahme überstehen, wobei sie auch nicht mit Umsatzeinbußen rechnen. 51 Prozent der Befragten gaben an, dass sich die Auswirkungen der digitalen Transformation frühestens in drei Jahren zeigen würden.

Fast die Hälfte der Entscheider gab an (49 Prozent), dass die eigene Branche einem starken oder sogar sehr starken Wandel ausgesetzt sei. Dennoch sieht nur rund jeder Fünfte (21 Prozent) eine Notwendigkeit dafür, sein Geschäftsmodell stark oder sehr stark zu verändern. 42 Prozent sehen sich aktuell gut bis sehr gut aufgestellt. Etventure-Chef Philipp Depiereux kommentiert:

„Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Diskrepanz zwischen Eigenwahrnehmung der deutschen Unternehmen und den realen Herausforderungen durch die Digitalisierung.“

Die Diskrepanz hängt vermutlich mit dem Verständnis von Digitalisierung zusammen: 55 Prozent der Befragten begreifen diese in erster Linie als eine des bestehenden Geschäftsmodells oder bestehender analoger Prozesse. Nur 28 Prozent verstehen darunter auch den Aufbau neuer digitaler Geschäftsmodelle.

Entsprechend wird die stärkste Konkurrenz mit breiter Mehrheit (71 Prozent) vor allem aus der eigenen Branche erwartet. Nur rund jeder Fünfte (22 Prozent) sieht in Tech-Konzernen wie Google oder Amazon die größte Wettbewerbs-Bedrohung. Und nur sieben Prozent betrachten Startups als ernstzunehmende Konkurrenz. Gleichzeitig arbeiten 38 Prozent der Befragten bereits mit Startups zusammen, weitere 15 Prozent wollen nachziehen.

Zur Vorbereitung der weiteren digitalen Transformation setzt die breite Mehrheit (72 Prozent) auf die Weiterqualifizierung der Mitarbeitenden. Jeweils 46 Prozent planen mehr Digital-Experten einzustellen und externe Berater zu beauftragen. 44 Prozent haben eine interne digitale Einheit aufgebaut, fast ebenso viele (43 Prozent) arbeiten mit agilen Methoden der Produktentwicklung.